Zweites Buch: Lotta
Zweite Person, Singular
Du musst aufhören. Zu lange schon versunken im Morast deiner Gedanken musst du auftauchen, dich neu besinnen, bevor du ganz in Raum und Zeit verloren gehst.
Du könntest noch. ... Aber nein. ... Später. ... Morgen.
Vor dir deine Hände. Deine Arme, angewinkelt, abgestützt. Die hölzerne Fläche des Schreibtisches. Die kleine Schreibstube. Deine Finger, jetzt ruhend, berühren noch das bewegliche Alphabet der Tastatur.
Darüber, leuchtend, der Bildschirm. Grüne Lettern auf schwarzem Grund. Oben rechts die Datumsanzeige. Die Uhrzeit. Es ist weit nach Mitternacht.
Heute hast du den ganzen Tag geschrieben. Morgen wirst du lange schlafen. Am Mittag aufstehen. Noch etwas korrigieren, nacharbeiten. Dann, hoffentlich, raus an die Luft, Besorgungen machen. Am Abend früh zu Bett und übermorgen wieder schreiben.
Nur eines noch. ... Die Daten sichern.
Das sägende Surren der Diskette im Laufwerk. Dann der Drucker. Immer musst du alles ausdrucken. Willst alles schwarz auf weiß. Festhalten. Traust nicht der flüchtigen Verfügbarkeit elektrischer Maschinen.
Dann fährst du den Rechner herunter, schaltest ihn ab.
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