Epilog: Gerda
Hauptperson, Singulär
Mit der Trittleiter steigt sie auf zum Heuboden. Oh, da bewegt sich etwas. Sie leuchtet mit dem Scheinwerfer zwischen das Heu. Ein Auge aus einem schwarzen Gesicht schaut sie an. »Miau!« - »Ja, Maunz, kleines Kätzchen, hast nur ein Auge, du Armes.« - Na, wenigstens kein Nilpferd.
Was nun? Erst der Esel, eins nach dem anderen. Gerda füllt die Futterraufe mit einigen Händen voll Heu und erneuert das Wasser im Trog. Mit der Schaufel kratzt Gerda den Mist unter dem Esel zusammen und befördert ihn nach draußen in den Fluss. Der Esel steht auf einer mit Lehm aufgefüllten Gittermatte aus Gummi, Es gibt sogar einen Abfluss nach draußen, das wird gehen für die Nacht. Zum Schluss streut sie die Standfläche mit frischem Sägemehl aus.
Der ganze Stall steht auf einer Betonplatte und ist ringsherum mit Flachstahl am Boden verankert. Eine ziemlich stabile Konstruktion, die auch halten wird, wenn das Wasser noch steigt. Allerdings hat es schon fast aufgehört zu regnen, das Wasser wird wohl eher bald abfließen.
Mit dem Straßenbesen fegt Gerda die Betonfläche frei, dann ruft sie den Hund in den Stall, macht ihn mit dem Esel bekannt. Vorsichtig holt sie das Kätzchen vom Heuboden, »Miez, Miez, na komm.« Rex macht große Augen, wundert sich, was Gerda da oben auf der Leiter macht. Die Katze wirkt etwas schüchtern, vielleicht auch benebelt von den Heudämpfen. Jedenfalls eine zahme Hauskatze. Gerda steigt von der Leiter, lässt den Hund das Kätzchen beschnuppern, die gehört auch zur Familie. Professor Rex versteht und heuchelt Desinteresse.
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