Epilog: Gerda

Carlos zählt

Hauptperson, Singulär

dreizehn Personen. Dafür braucht er sieben Klapptische zur Festtafel verschraubt, die passenden Stühle dazu und das Sonnendach aus dem Lager. Damit er gleich mit der Zubereitung der Speisen beginnen kann, braucht er Hilfe mit der Außenkochstelle. Zuerst muss aber der Speiseplan abgesprochen werden.

Carlos schlägt Rehrücken im Teigmantel als Hauptgericht vor, dazu Herzogin-Kartoffeln, Prinzessbohnen, Preiselbeeren und reichlich Pfifferlinge in brauner Soße. Als Verspeise Krabbencocktail mit rosa Soße und einer Cocktailkirsche obendrauf. Als Nachspeise eine große Eisbombe mit verschiedenen Eissorten und Füllungen.

Für Gabriel, der sich ausschließlich von Obst und Gemüse ernährt, gibt es die große bunte Rohkostplatte ohne alles. Nicht einmal zu einer Soße oder Marinade kann Carlos ihn überreden.

Kai, der wie Gabriel auch kein Fleisch isst, entscheidet sich ebenfalls für die Rohkostplatte, aber nicht ohne Soße. Zwar hätte er lieber Fisch bestellt, aber nach seinem Walfisch-Fettnäpfchen fühlt er sich noch nicht stark genug dafür, das Wort Fisch wieder in den Mund zu nehmen.

Obwohl Carlos sich damit brüstet, Gerdas Leibgericht nicht vergessen zu haben, lehnt diese sein Angebot dankend ab. Spaghetti Bolognese kann sie sich jederzeit selbst machen, auf Carlos' wunderbaren Rehrücken möchte sie aber auf keinen Fall verzichten.

Brillenfee wird alles probieren, aber sie glaubt, dass bereits die Vorspeise sie vollauf zufriedenstellt.

Nachmittags wird es noch Kaffee und Kuchen geben, das Festmahl sollte also nicht allzu spät um die Mittagszeit beginnen. Carlos ist aber zuversichtlich, dass es keinen Grund zu besonderer Eile gibt, sofern nur alle fleißig mithelfen.

Auch Brillenfee will helfen, sie will ja kein Ballast im Kanu sein. Wenn es etwas zu tun gibt, dann möchte sie mitpaddeln.

Barbara und Brigitte entschuldigen sich, denn sie haben noch im Stall zu tun.

Vera ist davon überzeugt, dass sie das Unternehmen am besten mit einer schwungvollen Melodie auf ihrer Violine vorantreiben kann. Gabriel gibt ihr recht und gesellt sich mit seiner Gitarre dazu. Zuerst aber sind die beiden Musiker damit beschäftigt, ihre Instrumente zu stimmen.

Lotta hält sich demonstrativ die Ohren zu. ›Hab ich's mir doch gedacht. Kommt, Holz für's Lagerfeuer holen‹, kommandiert sie. So ziehen also Lotta und Brillenfee mit dem Bollerwagen los, Kai springt in den Wagen und lässt sich ziehen, Gerda begleitet die drei mit Oma Phils großer Axt, die Lotta ihr in die Hand gedrückt hat, um Reiser zu schlagen.